News

Kompletter Rückzug des Köpenicker SC Berlin nach 12 Jahren in der 1. Liga

Frauen-Bundesligist gab nach 12 Erstligajahren aus finanziellen Gründen kurzfristig seine Lizenz zurück / Der KSC meldete auch für keine andere Spielklasse

Kurz vor Ende aller Meldefristen am 31. Mai 2017 hat der Köpenicker SC Berlin seine Lizenz für die 1. Bundesliga der Frauen zurückgegeben und damit spätere finanzielle Sanktionen vermieden. Bis zuletzt hatte der Verein gehofft, auch in die 13. Erstligasaison gehen zu können. Doch trotz aller Bemühungen ist es nicht gelungen, Sponsoren für die Bundesligamannschaft des KSC zu gewinnen. Das zwang schließlich zum kompletten Rückzug. Es wurde auch für keine andere Spielklasse nachträglich gemeldet. Inzwischen sind dem Verein auch die Spielerinnen ausgegangen. „Erstliga-Frauenvolleyball wird es auf absehbare Zeit in Köpenick nicht mehr geben“, heißt es auf der Homepage des KSC. „Wir werden uns aber sicher in der einen oder anderen Berliner Halle, vielleicht auch in einer anderen Stadt oder beim Beach-Volleyball wiedersehen.“

Gerettet ist das bisherige Zweitligateam des KSC, weil es aufgrund einer Ende Mai beantragten und inzwischen genehmigten Spielrechtsübertragung an den Berlin-Brandenburger SC in der kommenden Saison als BBSC II in der Dritten Liga Nord spielen wird.

„Ich habe viel Wehmut. Wir haben den Erstligavolleyball in den vergangenen Jahren sehr intensiv organisiert, finanziert und begleitet, haben mit dem 8. und 9. Tabellenplatz in den beiden vergangenen Jahren schöne Erfolge gefeiert und einigen Berliner Talenten den Zugang zur 1. Liga ermöglicht. Wir hätten auch weitergemacht, aber das ist mit so geringer finanzieller Unterstützung nicht möglich“, meinte Catrin Peters, Geschäftsführerin der Spielbetriebs GmbH.

Jürgen Holz, Regionalpressewart