Einspruch der Frauen des SV Warnemünde als unbegründet zurückgewiesen

Nach der nunmehr schriftlich vorliegenden Entscheidung des Spruchkammer Nord des DVV wurde der Einspruch der Frauen des SV Warnemünde auf Verbleib in der Dritten Liga Nord als unbegründet zurückgewiesen.

Die Frauenmannschaft des SV Warnemünde hatte in der Saison 2016/2017 in der Dritten Liga Nord als Tabellenvorletzter einen regulären Abstiegsplatz belegt und den Antrag an den Ausschuss der Dritten Liga Nord auf Verbleib in dieser Spielklasse gestellt, da sich mit Blick auf die neue Saison ein freier Platz ergeben hatte. Dieser Antrag war vom Ausschuss der DL Nord abgelehnt worden und stattdessen völlig regelkonform eine Aufstiegsrelegation zwischen den beiden Regionalliga-Tabellenvierten Kieler TV 2 (Nord) und SV Braunsbedra (Nordost) mit Hin- und Rückspiel angesetzt worden. Als Sieger ging der SV Braunsbedra hervor, der damit den freien Platz in der Saison 2017/2018 in der Dritten Liga Nord einnimmt.

Der SV Warnemünde war hingegen der Auffassung, dass diese Relegation nicht hätte durchgeführt werden dürfen und von daher dem Antrag Warnemündes auf Verbleib in der Dritten Liga Nord hätte stattgegeben werden müssen.

Dieser Darlegung widersprach die Spruchkammer Nord, wies den Einspruch als unbegründet zurück und berief sich bei der Entscheidung auf die Aufstiegsregelung, wie sie in Ziffer 3.2.7 der RLO verankert ist. Darin ist festgeschrieben, dass das Aufstiegsrecht aus der Regionalliga nicht nur für die Erst- bis Drittplatzierten, sondern - soweit diese von ihrem Recht keinen Gebrauch machen - auch für die Viert- oder Fünftplatzierten gilt. Die Grenze für relegationsberechtigte Mannschaften bilden die Abstiegsplätze in den Regionalligen. Der Kieler TV 2 und der SV Braunsbedra erfüllten als Viertplatzierte das Recht auf Teilnahme an der Relegation.

Ein Anspruch des SV Warnemünde, so die Spruchkammer Nord weiter, auf Verbleib in der Dritten Liga Nord hätte nur für den Fall bestanden, dass es keine Mannschaft in den Regionalligen gegeben hätte, welche die Relegationsspiele hätten durchführen wollen. In diesem Falle wäre zu Gunsten von Warnemünde die Regelung in Ziffer 7.5 DLO zum Tragen gekommen.

Jürgen Holz, Regionalpressewart Nordost

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